Dokumentation: "Fasten - Ein Phänomen wird erforscht"
Roland Heynkes 18.3.2026, CC BY-SA-4.0 DE
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Wahrscheinlich etwas zu undifferenziert wird in der Fernsehdokumentation behauptet, der Mensch habe als Jäger und Sammler oft hungern müssen. Daraus wird abgeleitet, unsere Genetik habe sich noch nicht an unsere heutige ständige Verfügbarkeit von Nahrung angepasst. Es wird aber auch gesagt, Fasten sei ebenso umstritten wie beliebt. Die Dokumentation begleitet einen beruflich gestressten Fünzigjährigen, der sich nach einem medizinischen Zwischenfall entschlossen hat, 14 Tage zu fasten. Weil Heilfasten in Frankreich nicht anerkannt ist, tat er es nach einer gründlichen medizinischen Untersuchung in einer deutschen Privatklinik in Überlingen am Bodensee. Dabei wurde festgestellt, dass seine vor dem Essen im Blut gemessenen Konzentrationen von Zucker und Insulin zu hoch waren. Das ist typisch für eine Insulin-Resistenz, also Prädiabetes. Wegen eines Taillienumfangs von 112 cm wurde auch die Leber untersucht. Über Jahre hatte sich bei ihm unbemerkt bereits eine fortgeschrittene Fettleber entwickelt, die zu Fibrose, Zirrose und sogar Leberkrebs führen kann. Der Patient litt also unter einem klassischen metabolischen Syndrom mit einer Lebersteatose. Deshalb sollte er zwei Wochen lang Schwimmen, Gehen und nur 250 kcal in Form von Gemüsebrühen und viel Wasser zu sich nehmen. Schon am dritten Fastentag konnte er mehrere Kilometer gehen, ohne zu ermüden. Sein Körper hatte bereits einen sogenannten metabolischen Switch durchgeführt. Während normalerweise die als Glykogen gespeicherte Glucose der Hauptbrennstoff des Körpers ist, ist diese nach 24 Stunden aufgebraucht. Dann greift der Körper auf seine Fett-Reserven zurück. Die Leber wandelt das Fett in Ketone als alternative Brennstoffe für Gehirn und Muskeln um. Wird weiter gefastet, befindet sich der Körper im Zustand der Ketose. Lange Zeit hatten die Ketone einen schlechten Ruf, doch das hat sich geändert. Inzwischen betrachtet Prof. Eric Verdin die Ketone als Superkraftstoff, der uns schneller, besser und länger funktionieren lässt. Er vergleicht Ketone mit Formel-1-Kraftstoff und Kohlenhydrate mit Diesel. Auch nach 10 Tagen Fasten ging es dem Patienten gut und er absolvierte weiter sein Krafttraining. Inzwischen war er um einige kg leichter. Nach 14 Tagen Fasten bekam er die erste Mahlzeit und eine Untersuchung zeigte, dass seine Leber schon fast wieder normal aussah und keine Fettleber mehr war. Auch der Blutzuckerspiegel hatte sich sehr verbessert und lag im Normbereich. Außerdem hatte er 11 kg abgenommen. Der Taillenumfang nahm von 112 auf 104 cm ab. Um diese Erfolge längerfristig zu erhalten, empfehlen die Ärzte ein sich über mehrere Tage hinziehendes langsames Fastenbrechen und anschließend eine Ernährungsumstellung.
Der französische Anästhesist Gauthier Bovin fastete aufgrund gesundheitlicher Probleme schon dreimal in Deutschland. Er berichtete über seine Erfahrungen Familie, Freunden und Kollegen und ist enttäuscht über deren ablehnende Haltung. Niemand hatte es ausprobiert, man hielt aber die Befürworter des Fastens für eine Sekte und erwartete einen Muskelabbau. Aber auch in Frankreich gibt es Ärzte wie den Hausarzt Dr. Jacques Rouillier, die beispielsweise Fastenwanderungen organisieren. Die Teilnehmer wandern 100 km in fünf Tagen, während sie fasten. Unter französischen Ärzten herrscht ein enormes Mißtrauen gegenüber dem Fasten und die französische Ärztekammer leugnet die Studien, welche die positiven Effekte des Fastens beweisen. Prof. Valter Longo kritisiert die ignorante Haltung französischer Ärzte und verweist auf die Kosten für Medikamente, die weniger helfen als das Fasten. Aber anscheinend werfen führende Vertreter der französischen Ärzteschaft seriöse Fasten-Ärzte und -Wissenschaftler in einen Topf mit Fasten-Gurus und Scharlatanen, die Patienten mit falschen Versprechen abzocken wollen. Die französische Akademie für Fastenmedizin will Fastenärzte ausbilden und die Praxis dokumentieren, um die Gesundheitsbehörden zu beruhigen. Angesichts einer umfangreichen wissenschaftlichen Fasten-Literatur enttäuscht es Dr. Jacques Rouillier, dass so wenige französische Mediziner daran interessiert sind, diesen medizinischen Schatz zu heben.
In Franzöisch-Polynesien durfte Dr. Jacques Rouillier von der französischen Akademie für Fastenmedizin im Präsidialamt und in einem vom Gesundheitsministerium, der Vizepräsidentschaft und dem Landwirtschaftsministerium organisierten Kolloquium über integrative polynesische Medizin die Vorteile präventiven Fastens für die in Polynesien weit verbreiteten Probleme mit den westlichen Essgewohnheiten vorstellen. Neben dem Bürgermeister, dem Gesundheitsminister und einer Heilpraktikerin nahm an dem Gespräch auch Tunui Pureni teil, der technischer Berater des Gesundheitsministeriums ist und us eigener Erfahrung berichten konnte, wie er sich selbst durch Intervallfasten, monatlich dreitägigem Fasten und eine Ernährungsumstellung von seinen Diabetes Typ 2 geheilt hat. In 6 Jahren hat er 33 kg abgenomme ud braucht nun keine Medikamente mehr. Er setzt sich ein für mehr körperliche Aktivitäten und gesunde Ernährung in Polynesien, wo besonders viele Menschen unter Adipositas leiden. Auf Tahiti sind 75% der Bevölkerung übergewichtig und 48% fettleibig. 22% leiden an Diabetes. Die Inselstaaten im Südpazifik haben sich der westlichen Ernährung angepasst und leiden nun extrem unter Übergewicht und Diabetes, weil sie wie auch die Tarahumara im Norden Mexikos genetisch nicht daran angepasst sind. Denn in diesen Ethnien konnten in der Vergangenheit nur Menschen überleben, die mit sehr wenig Nahrung auskamen bzw. auch lange Fastenzeiten überlebten. Weltweit erstmals hat deshalb das polynesische Parlament per Gesetz das Fasten als Teil der offiziellen Gesundheitspolitik eingeführt. Damit nutzen die Polynesier ihre Autonomie in Gesundheitsfragen. Der Präsident von Französisch Polynesien Moetai Brotherson möchte durch präventives Fasten und eine gesündere Ernährung verhindern, dass Menschen krank werden und dann teure Medikamente brauchen.
Aus Sicht deutscher Ärzte sollte nicht gefastet werden bei Kachexie, Anorexie, Schilddrüsenüberfunktion, Leber- oder Nieren-Insuffizienz, Diabetes Typ 1 und Schwangerschaft. Außerdem sind sich Koryphäen der Erforschung des Intervallfastens einig, dass nur Erwachsene intervallfasten sollten.
Nach etwa 12 Stunden ohne Nahrungsaufnahme entsteht ein Stress, der mehrere Anpassungsmechanismen auslöst. Zellen beginnen mit der Autophagie. Sie gewinnen Energie aus nicht mehr benötigten Zell-Bestandteilen. 2016 erhielt der japanische Zellbiologe Prof. Yoshinori Ohsumi den Medizin-Nobelpreis füe seine Entdeckung von Genen, welche die Autophagie steuern.
Prof. Eric Verdin vom Buck Institute for Research on Aging (in Novato nahe San Francico, USA) meint, unsere heutige ständige Verfügbarkeit von Nahrung stehe im völligen Widerspruch zu unserer biologischen Beschaffenheit. In seinem Institut für Langlebigkeitsforschung erforscht er Zusammenhänge zwischen Ernährung, Immunität und Entzündungen. Versuchsreihen mit Mäusen und Menschen entdeckte er erstaunliche Eigenschaften von Ketonen. Man verglich normal fressende Mäuse mit solchen in Ketose. Die Mäuse mussten ein Labyrint erkunden, ihr vosuelles Gedächtnis wurde getestet und sie sollten ein neues Objekt erkennen. Regelmäßig in Ketose befindliche Mäuse schnitten besser ab als die normal ernährten und im Alter verbesserte sich ihr Gedächtnis sogar. Die Arbeitsgruppe erkannte, dass Ketone Signal-Moleküle sind, welche durch die Aktivierung bestimmter Gene Zell-Funktionen verändern und vor oxidativem Stress schützen. Dadurch verlangsamen Ketone den Alterungsprozess.
Prof. Andreas Michalsen von der Charite Berlin sagt, dass wir von unserer Genetik so eingestellt seien, dass es uns am besten geht, wenn wir immer abwechselnd fast und essen. Er nennt das unser Überlebensprogramm der Evolution. Es vergleicht den Menschen mit dem Ökosystem Wald. So wie man altes trockenes Holz zum Feuermachen sucht, gewinnen hungernde Zellen Energie durch Recycling ihrer alten schadhaften Bestandteile und Abfallstoffe, die Entzündungen verursachen und Krankheiten begünstigen. Er nennt das Fasten die mächtigste Methode zum Ankurbeln der Autophagie und eine Operation ohne Messer, die verschiedene Krankheiten behandelt. Nach ärztlicher Verordnung übernehmen Krankenkassen die Kosten für das Heilfasten in seiner Klinik. Nach eigener Einschätzung begleitete er schon 30-40 Tausend Patienten beim Heilfasten und etwa seit 2014 habe die wissenschaftliche Erforschung des Heilfastens enorme Fortschritte gebracht. Inzwischen anerkenne man die Wirksamkeit des Fastens in der Kardiologie, Onkologie, Rheumatologie und Gastroenterologie. Eine seiner Patientinnen litt an Fibromyalgie und fand in der Schulmedizin keine Hilfe. In seiner Klinik kombiniert man das Fasten mit Massagen, Schröpfen, Kälte-Therapie bei -110 Grad Celsius und Bewegung. Dadurch sollen Abfallstoffe ausgeschieden, die Autophagie angeregt und Entzündungen gehemmt werden. Die Arbeitsgruppe um Prof. Andreas Michalsen erforscht die Wirkungen des Fastens auf das metabolische Syndrom, die Darmflora und entzündliche Erkrankungen. So erkannte er als wichtigste therapeutische Wirkungen antirheumatische Entzündungshemmung bei Rheuma, Arthrosen und Schmerzen, Heilung von Diabetes Typ 2 und Bluthochdruck. Und es wirkt präventiv gegen kradiovaskuläre Erkrankungen. Um die positiven Effekte des Fastens langfristig zu erhalten, empfiehlt Prof. Andreas Michalsen fast allen Patienten das tägliche Intervallfasten mit 12 Stunden ohne Nahrungsaufnahme. Wer das Fasten für gefährlich hält und seine Gesundheit fördernden Wirkungen leugnet verhält sich laut Prof. Andreas Michalsen unwissenschaftlich.
Prof. Valter Longo USC Davis School of Gerontology der University Los Angeles USA betont die großen Fortschritte der Fasten-Forschung durch zahlreiche randomisierte klinische Studien etwa seit 2014. Ersagt, dass Fasten dem Körper das Signal gibt, seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren und soviel wie möglich im Körper zu reparieren. In Tier-Experimenten mit krebskranken Mäusen stellte er fest, dass Fasten die Nebenwirkungen der Chemotherapie reduziert. Menschliche Patienten und ihre Krebsärzte weigerten sich jedoch, dieses Ansatz zu probieren. Deshalb entwickelte er eine Scheinfastendiät mit 600 kcal am ersten und je 300 kcal an den vier folgenden Tagen. Diese Diät verringerte bei Brustkrebspatientinnen die Nebenwirkungen. Longo meint, dass die Scheinfastendiät außerdem die Krebszellen quasi in die Enge treibt und ihnen Fluchtwege verstellt. Sie aktivieren dann zwar noch 2-3 Überlebensmechanismen, aber die lassen sich mit Medikamenten blockieren. Bei Mäusen funktioniert diese Kombinationstherapie schon sehr gut. Dabei zielen die Medikamente auf Moleküle, mit denen hungernde Krebszellen versuchen, Energie zu gewinnen. Bei Mäusen stieg die Zahl der für die Bekämpfung von Krebszellen durch das Immunsystem zuständigen T-Killerzellen. Inzwischen gibt es zahlreiche klinische Studien mit Hunderten Patienten, die Longo den Krebsärzten zu lesen empfiehlt.
Frau Dr. Françoise Wilhelmi de Toledo ist Direktorin der Privatkliniken Buchinger Wilhelmi und Gründerin des Vereins "Ärztegesellschaft für Heilfasten und Ernährung e. V.". In ihrer Klinik hat eine halbe Million Patienten mit Stoffwechsel-Erkrankungen, Übergewicht, Bluthochdruck, Lebersteatose oder Blutzucker-Störung unter ärztlicher Aufsicht gefastet. Sie widerspricht der Behauptung, dass Fasten bewirke einen Muskelschwund. Im Gegenteil verbesserten sich in ihrer Klinik Muskel- und Herzleistung. Sie kooperierte mit den französischen Forschern Prof. Pierre Croisille und Dr. Magalie Viallon), die mit der sogenannten Genesis-Studie per MRT zeigen konnten, dass Fasten keinen Muskelabbau bewirkt. Sie stellten fest, dass die Probanden auch nach 12 Tagen Fasten die gleiche Muskelkraft aufwiesen und im Belastungstest nicht schwächer wurden. Auch Herz, Leber und Gehirn zeigten keine Probleme. Nur das viszerale Fett nahm ab und das war auch noch 4 Monate nach dem Fasten so. Mit Fasten behandelt man in der Buchinger-Wilhelmi-Klinik aber auch entzündliche chronische Erkrankungen wie Arthritis, Polyarthritis, Allergien und Asthma. Dabei wurden zahlreiche Studien durchgeführt. Es gab keine schwereren Nebenwirkungen als Müdigkeit und Kopfschmerzen, sagt Robin Mesnage.
Der Biologe und Bioinformatiker Dr. Robin Mesnage ist wissenschaftlicher Leiter der Privatkliniken Buchinger Wilhelmi und Research Fellow am King’s College London. Er beklagt, dass Ärzte behaupten, es gebe keine Heilung für die Fettleber, weil es dafür keine Medikamente gibt.
Frau Dr. med. Daniela Koppold von der Charite Berlin ist am meisten beeindruckt von Patienten, die mit sehr geschwollenen Gelenken in die Fasten-Klinik kommen und deren Gelenke nach 24 Stunden, spätestens nach 48 Stunden wieder normal aussehen, und mit höchtens geringen Schmerzen wieder normal funktionieren.
Prof. Claudio Vernieri führte erste klinische Studien mit Brustkrebspatientinnen durch und konnte zeigen, dass fünftägiges Scheinfasten bei den von Ärzten und Ernährungsberatern betreuten Patientinnen keine Gewichtsabnahme bewirkte. Im Blut der Patientinnen fand er wie bei Longos Mäusen eine deutliche Reduktion des Blutzuckers, Insulins und des Insulin-ähnlichen Wachstumsfaktors 1, während die Keton-Konzentrationen in Blut und Urin anstiegen. Vor allem stieg die Zahl der für die Bekämpfung von Krebszellen durch das Immunsystem zuständigen T-Killerzellen. Mikroskopisch sieht man, wie Killerzellen überall innerhalb eines Tumors. Bei fünf Patientinnen waren die Ergebnisse so bemerkendwert, dass die Forscher ihre Beobachtungen veröffentlichten.
Prof. Mark P. Mattson legte mit seiner Forschung die wissenschaftlichen Grundlagen für die Empfehlung des Intervallfastens und machte es mit einem Buch populär. Er ließ ALzheimer-Mäuse schwimmend nach einer Plattform knapp unter der Wasseroberfläche suchen, die ihnen zuvor gezeigt wurde. Normalerweise erinnern sich die Mäuse nicht an den Ort der Plattform und schwimmen planlos herum. Mussten die ALzheimer-Mäuse zuvor monatelang Intervallfasten, dann fanden sie die rettende Plattform sofort. Der Neurowissenschaftler konnte zeigen, dass aufgrund des Intervallfastens die Aktivität der neuronalen Schaltkreise in vielen Hirnregionen zunahm. Das führt zu Stress in den Neuronen, aktiviert die Produktion neurotropher Faktoren und verbessert die Funktion der Neuronen. Das stimuliert die Bildung neuer Neuronen im für Gedächtnis und Lernen zuständigen Hippocampus. Prof. Mark P. Mattson erklärt sich das so, dass hungrige Jäger und Sammler ein gutes Gedächtnis brauchten. Aufgrund der inzwischen vorliegenden Studien mit menschlichen Patienten sieht er genügend Beweise für die Empfehlung des Intervallfastens gegen Übergewicht und Diabetes. Diabetiker können dadurch sogar ganz auf Medikamente verzichten.
Prof. Satchidananda Panda erforschte zirkadiane Rhythmen im Hinblick auf das Intervallfasten. Eine Gruppe von Mäusen durfte immer fressen, während die andere Gruppe nur während 10 Stunden pro Tag Futter erhielt. Nach vier Monaten litt die erste Gruppe an Fettleibigkeit, Diabetes, Fettleber und kardiovaskulären Problemen. Die Mäuse der Intervallfasten-Gruppe blieben gesund und waren ausdauernder, obwohl sie die gleiche einseitige Ernährung mit der selben Kalorienzahl erhielten. Das prägte das Motto: "Lieber Stunden zählen als Kalorien.", das allerdings in der Wissenschaft zunächst skeptisch aufgenommen wurde. Dann ließ Prof. Satchidananda Panda übergewichtige Mäuse täglich 14 Stunden fasten. Die fetten Mäuse nahmen ab und ihre Gesundheit verbesserte sich. Er folgerte daraus, dass Intervallfasten vermutlich auch bei Menschen vorbeugend und heilend wirkt. Er wollte überprüfen, ob unser moderner Lebenswandel unseren Stoffwechsel durcheinander bringt, weil wir zu oft essen. Die Forscher baten 150 Einwohner von San Diego, alle ihre Mahlzeiten zu fotografieren, die Uhrzeiten zu notieren und die Fotos hochzuladen. Alle waren der Meinung, sich gesund zu ernähren. Aber mehr als die Hälfte der Teilnehmer aßen über einen Zeitraum von mindestens 15 Stunden. Prof. Satchidananda Panda sagt, dass dieses Essverhalten unsere biologische Uhr ignoriert, die uns eigentlich sagt, wann wir schlafen und auch essen sollten. Dieser Lebensstiel gegen die innere Uhr stört unseren Stoffwechsel und sogar bestimmte Hirn-Funktionen. Das steigert das Risiko für viele Krankheiten.
Die häufigste Todesursache von Feuerwehrleuten mit Schichtdienst und häufigem Stress sind kardiovaskuläre Erkrankungen. Das trifft zwar auch auf die Gesamtbevölkerungen mit westlichem Lebensstiel zu, aber die anfangs besonders gesunden Feuerwehrleute entwickeln diese Erkrankungen besonders schnell. Im Salk Institut ließ Prof. Pam Taub 150 Feuerwehrleute von San Diego täglich 14 Stunden Intervallfasten. Bei einer bereits von cardio-metabolischen Grunderkrankungen betroffenen Untergruppe konnte sie schon nach 3 Monaten viele Verbesserungen wie eine Senkung des Blutdrucks feststellen. Und sie meint, man könne sich daran gewöhnen.
Tunu Pureni
Le samedi 2 décembre, dans le cadre du colloque sur la Médecine Intégrative Polynésienne, organisé par le ministère de la Santé, en partenariat avec la Vice-présidence et le ministère de l’Agriculture, Moetai BROTHERSON, Président de la Polynésie française, s’est entretenu avec le docteur Jacques ROUILLIER, de l’académie médicale du jeûne de France à la présidence de Polynésie française. Une rencontre avec pour objet les bienfaits du jeûne préventif. Il a été question des effets de cette pratique sur les maladies de civilisation. La démarche du docteur Jaques ROUILLIER est de rendrele polynésien acteur de sa santé. La médecine intégrative vise à intégrer des approches non conventionnelles à la biomédecine, placées au cœur des soins institutionnels, qu’elles soient traditionnelles, complémentaires ou alternatives. Un entretien qui s’est déroulé en présence d’Oscar Manutahi TEMARU, maire de la commune de Faa’a, de Cédric MERCADAL, ministre de la Santé, en charge de la Prévention et de la Protection sociale généralisée, de Tunui PURENI, conseiller technique auprès du ministère de la Santé, et de Lina ROUILLER, naturopathe.