NR ZDGA

AU Rausch,W.-D.

TI Die Mongolische Rennmaus - ein Versuchstier zum Studium epileptischer Vorgänge

QU Wiener tierärztliche Monatsschrift 1989; 76: 150-153, 156

PT journal article

AB Mongolische Rennmäuse (Gerbils), bei denen durch bestimmte Umweltreize spontane epileptiforme Anfälle induziert werden können, stellen ein brauchbares Tiermodell dar, um die genetischen, morphologischen und biochemischen Ursachen des Phänomens Epilepsie zu untersuchen. Nur geringfügige morphologische Veränderungen sind bisher im Gehirn dieser Tiere nachgewiesen worden, wie etwa selektive Zellschädigungen im Cerebellum, eine vermehrte Zellzahl inhibitorischer Neurone im Hippocampus oder Änderungen im dendritischen Aufbau der Neurone des Hippocampus. Peptide wie Somatostatin und Dynorphin aber auch Produkte des Prostaglandinmetabolismus sind gleichfalls im Krampfgeschehen verändert. Ein Anstieg der zyklischen Nukleotide als Effekte an der postsynaptischen Seite der Neurone sind auch im Modell des Gerbil zu beobachten. Unterschiedliche Pharmaka, wie Antiepileptika, GABA-Agonisten, Dopamin- und Opiatrezeptoragonisten können diese Anfallserscheinungen unterdrücken. Die ausgeprägte Wirksamkeit der Benzodiazepine auf das Krampfgeschehen deutet gleichfalls auf eine Role GABA-erger Neuronensysteme im Anfall hin. Nachteile des Modells sind eine Abnahme der Krampfneigung bei wiederholter Testung oder Toleranzentwicklung gegenüber antikonvulsiver Behandlung.

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