NR ZDFP
AU Wyss,R.
TI Die elektrische Betäubung von Schlachtschweinen. Beobachtungen, Stromverlaufsmessungen, Objektivierung des Betäubungsgrades
QU Vet. med. Dissertation Universität Bern 1985
PT Dissertation
AB Die Ausführung der elektrischen Betäubung von Schweinen gab Anlass zu Beanstandungen wegen ungenügender Einhaltung des Tierschutzgesetzes. Eine Umfrage in verschiedenen Schlachtbetrieben ergab eine Vielzahl von eingesetzten Betäubungsgeräten sowie große Unterschiede in der Betäubungsausführung. Beobachtungen von Schweinebetäubungen in 11 Betrieben deckten Mängel im Zutrieb zur Betäubungsbucht, im Zustand des Betäubungsmaterials, in der Betäubungsausführung sowie in der Zeit bis zum Stechen auf. Eine teilweise ungenaue Ausführung der Betäubung und der Missbrauch der Betäubungszangen müssen bestätigt werden. Die Arbeit gibt Angaben über die zur Verbesserung der Situation notwendigen Maßnahmen. Aufzeichnungen des Stromverlaufes und die Auswertung der Amperewerte ließen einen Vergleich zwischen der Betäubung in einer Fixationsvorrichtung und der Betäubung in einer Bucht einerseits, sowie die Gegenüberstellung der erreichten Amperewerte bei Betäubungsspannungen von 75, 220 und 260 Volt andererseits zu. Ein Schnitt in die Haut am Kopf des betäubten Tieres, das heißt die Antwort auf diesen Schmerzreiz erwies sich von vielen untersuchten Methoden als einzig brauchbarer Parameter zur Festellung eines genügenden Betäubungsgrades. Nach den erarbeiteten Resultaten muss die Betäubung mit 75 Volt Spannung als ungenügend bezeichnet werden. Betäubungsspannungen von 220, 260 und 320 Volt erbrachten in mehr als 90% den Forderungen des Tierschutzes entsprechende Betäubungen.
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