NR ZCXO
AU Feddersen-Petersen,D.
TI Verhaltensindikatoren zur graduellen Kennzeichnung von Leiden im Rahmen der Hundezucht, -aufzucht und -haltung
QU Tierärztliche Umschau 1996; 51: 171-179
PT journal article
AB Verhaltensstörungen sind feine Indikatoren gestörter Befindlichkeiten. Um sie erfassen zu können, muss zunächst einmal das Normalverhalten einer Tierart bekannt sein. Haushunde sind außerordentlich variabel auch in bezug auf Verhaltensbesonderheiten, was auf unterschiedliche Bedürfnisse der vielen Rassen hinweist. Auch die Bestimmung des Referenzsystems zur Wertung normalen Hundeverhaltens wirft Probleme auf, da es Hunderassen gibt, die unter "semi-natürlichen", dem Wolf möglichst nahe kommenden Lebensbedingungen Verhaltensabweichungen bzw. -störungen entwickeln. Etliche Hunde erlangen soziale Stabilität allein durch Sozialissationsmöglichkeit am Menschen, die zum Referenzsystem für normales Hundeverhalten gehören. Schließlich ist die Umwelt der Hunde reizüberflutet und ihr Sozialpartner der Mensch. Haltungsbedingungen haben also, wie weiter an Hunden, die im Zwinger und solchen, die in der Familie des Menschen aufwachsen, gezeigt wird, einen ganz wesentlichen Einfluss auf deren Verhalten und beeinflussen somit maßgeblich ihr Wohlbefinden. Verhaltensindikatoren, die auf gestörte Befindlichkeiten, auf Leiden hinweisen, werden exemplarisch für die Zucht, die Aufzucht und die Hundehaltung aufgestellt. Dabei wird der Versuch unternommen, unterschiedliche Valenzen des Leidens zu bestimmen. Es wird aufgezeigt, dass ethologische Parameter, wie das Ausdrucksverhalten, Interaktionen von Hunden, Beziehungen zwischen ihnen sowie deren Sozialstruktur wichtige objektive Indikatoren hundlicher Befindlichkeit sind.
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