NR ZCXJ
AU von Eiff,A.W.
TI Tod, Sterben und die Aporie der Medizin
QU MMW. Münchener Medizinische Wochenschrift 1984; 126(16): 482-488
PT journal article
AB Das Thema Tod kann der Arzt ausschließlich mit einem Wissen analysieren, das die Naturwissenschaften vermitteln. Der Mensch ist nämlich den Gesetzmäßigkeiten der grundsätzlichen Sterblichkeit jeder Zelle und jedes Individuums unterworfen. Falls in Friedenszeiten das Leben eines Menschen nicht durch Unfall oder Erkrankung endet, stirbt der Mensch durch Überschreiten eines Schwellenwertes für Genmutationen am Alterstod. Das Instrumentarium der naturwissenschaftlichen Medizin ist auch für die Todeszeitbestimmung ausreichend. Beim Sterbevorgang erfährt der Arzt die Einseitigkeit seiner Disziplin, weil er mit den üblichen therapeutischen Methoden nicht der existentiellen Not des Sterbenden gerecht werden kann. Bei der Behandlung von Leiden und Leid ist er mit der Problematik der Euthanasie konfrontiert, wobei eine neue Argumentation für die Nichterlaubtheit der aktiven Euthanasie erforderlich ist. Existentielle Hilfe für den Sterbenden erfordert die Erkenntnis der Ungewißheit, der mit dem Wagnis der Weisheit begegnet werden kann.
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