NR ZCOZ

AU Wormuth,H.-J.; Schütt-Abraham,I.

TI Zur tierschützerischen, fleischhygienischen und rechtlichen Problematik einer mit der Tötung zusammenfallenden Betäubung von Schlachttieren

QU Fleischwirtschaft 1986; 66: 1420-4

PT journal article

AB Die Schlachtung von Tieren zum Zwecke der Fleischgewinnung vollzieht sich im Spannungsfeld zwischen Tierschutz und Fleischhygiene. Praxisübliche Betäubungsverfahren wie Bolzenschuss, Elektro- oder Kohlendioxidbetäubung wurden in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts auf überwiegend empirischem Wege unter vorrangiger Berücksichtigung technologischer, fleischhygienischer und wirtschaftlicher Gesichtspunkte entwickelt und eingesetzt. Zweifel an der Effektivität dieser Betäubungsverfahren gaben in jüngster Zeit zu systematischen wissenschaftlichen Untersuchungen Anlass. Deren Ergebnisse zeigen, dass eine mit der Betäeubung zusammenfallende Tötung des Tieres eine tierschützerisch optimale und fleischhygienisch akzeptable Methode ist. Diese Erkenntnisse zwingen nicht nur zum Überdenken althergebrachter Vorstellungen, sondern machen auch ein schnellstmögliches Überarbeiten einiger schlacht- und fleischhygienerechtlicher Grundsätze erforderlich. Dabei sollte der Begriff des Schlachtens, der fleischhygienerechtlich als "Tötung durch Blutentzug" definiert ist, der in der nationalen und innergemeinschaftlichen Schlachtgesetzgebung gebräuchlichen Vorstellung von einer "Tötung in Verbindung mit einem Blutentzug" angeglichen werden.

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