NR ZCOR
AU Woltersdorf,W.; Troeger,K.
TI Elektrobetäubung von Schlachtschweinen. Aspekte des Tierschutzes und der Fleischqualität
QU BMELF Forschungsreport 1990
PT sonstiges
AB Die Erprobung eines von der Bundesanstalt für Fleischforschung konzipierten und entsprechend konstruierten Gerätes an mehreren tausend Schweinen erbrachte folgende Ergebnisse: Am günstigsten erwies sich eine Betäubung mit konstant 1,5 Ampere für die Dauer von 10 Sekunden. Die Betäubungswirkung erfolgt schlagartig (kein Schreien der Tiere nach Lösen der Zange innerhalb 1 Sekunde), und die Tiere lagen nach der Betäubung ruhig, d.h. Entblutung und Anketten waren problemlos auszuführen, was auch mehr Sicherheit unter Aspekten des Arbeitsschutzes bringt. Die Spannung beträgt im Moment des Zangenansatzes je nach Elektrodenansatz zwischen 330 und 220 Volt, im Mittel 250 Volt, und fällt innerhalb von 3-4 Sekunden um ca. 100 Volt ab, um dann weitgehend konstant zu bleiben. Die Spannung war immer nur so hoch, wie es die Aufrechterhaltung der 1,5 Ampere erforderte. Damit ist die elektrische Energie, die während eines solchen Betäubungsvorgangs insgesamt auf das Schwein einwirkt, deutlich geringer als bei einer ebenso langen Betäubung mit einem konventionellen 250-Volt-Gerät. Dies zeigte sich auch in einer verbesserten Fleischqualität. Ein weiterer Vorteil ist, dass der tierquälerische Missbrauch der Zange als Treibhilfe weitgehend ausgeschlossen ist, da die Tiere mit dem in der Bundesanstalt entwickelten 1,5 Ampere-Konstantstromgerät bei Zangenberührung, z.B. im Rückenbereich, durch die sofortige hohe Strommenge umgeworfen werden.
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