NR ZCMQ

AU Troeger,K.; Woltersdorf,W.

TI Optimierte Elektrobetäubungsverfahren für Schlachtschweine

QU Kurzfassung der Fachvorträge der Kulmbacher Woche 1988

PT Proceedings

AB Es wurden die in der Praxis gebräuchlichen manuellen Zangenbetäubungsverfahren mit 180 V und 250 V sowie ein automatisches Hochvoltverfahren mit 600 V Betäubungsspannung eingesetzt. Ferner wurde ein Geräteprototyp mit Konstantstromausgang (widerstandsabhängige, variable Spannung) verwendet. Die Forderung des Tierschutzes nach sofortiger Bewusstlosigkeit wurde vom 180 V-Verfahren nicht und vom 250 V-Verfahren nur bedingt erfüllt. Die an eine optimale Elektrobetäubung gestellten Anforderungen wurden am ehesten mit folgenden Parametern erreicht: Konstanter Betäubungsstrom von 1,50 Ampere, Betäubungszeit 10 Sekunden (Schwein nass, Zangenansatz beidseitig Ohrgrund, vollständiger Elektroden-Hautkontakt). Das Verfahren entsprach dem Kompromiss. Die Betäubungswirkung setzte schlagartig ein (von Anfang an volle Amperezahl) und entsprach damit der Forderung des Tierschutzgesetzes. Selbst bei stressempfindlichen Schweinen resultierte in der Mehrzahl der Fälle kein PSE-Fleisch. Muskelblutungen und Frakturen waren gegenüber konventionellen Verfahren mit konstanter Spannung nicht erhöht. Der notwendige Kompromiss zwischen Tierschutz und Fleischbeschaffenheit erfordert bei konventioneller Technik (Konstantspannung) Geräte, die deutlich höhere Betäubungsspannungen als derzeit zulässig aufweisen, etwa im Bereich 350-400 V. Die Betäubung sollte am fixierten Schwein durchgeführt werden.

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