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AU Mundt,W.

TI Die religiöse Schlachtung von Rindern im Alten Ägyten auf dem Hintergrund veterinärmedizinischen Wissensgutes (Schluss)

QU SVZ Deutsche Schlacht- und Viehhofzeitung 1975; 75: 394-396

PT journal article

AB Das Schächten führte man deshalb primär aus, weil der Ägypter im Blut, - in gleicher Weise gilt das auch für den Israeliten - , den Sitz der Seele sah, der dem menschlichen Genuss entzogen werden musste. Erst sekundär sind Hygieneüberlegungen in bezug auf die Fleischhaltbarkeit zum Tragen gekommen. Die Wiedergaben von Grosstierschlachtungen im Alten Ägypten erstellte man nach kanonischen Gesetzen, d. h. dass man die Rinder gefesselt darstellte, wie man sie niederlegte, auf den Rücken wälzte, wobei pro Tier stets bis zu 3 Metzger beteiligt waren. - Nach dem Schächtakt wurde das Tier in folgender Reihenfolge zerlegt, wie die Fülle der entsprechenden Reliefs in "Zeitrafferaufnahmen" erkennen lässt: 1. Hautabziehen im Bereich der rechten Vorderextremität. 2. Abtrennen der rechten Vorderextremität, der grosse kultische Bedeutung beigemessen wurde. 3. Herausnahme des Herzens. 4. Entfernung des Zwerchfells. 5. Auslösung des Darmtraktes. 6. Abnahme der "Dünnung" (Bauchmuskulatur). 7. Bergung von Leber, Milz und Magen. 8. Abtrennung der linken Vorderextremität. 9. Auslösung beider Hinterextremitäten. 10. Zerlegung des Brustkorbes und Gewinnung des Filets im Bereich der Lendenwirbelsäule und 11. Dekapitation des Rindes.

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