NR ZBUG
AU Brock,F.
TI Modellversuche und Feldstudie zur Effektivität der elektrischen Betäubung bei Schlachtschweinen unter Berücksichtigung von Tierschutz-, Technologie- und Fleischqualitätsaspekten
QU Vet. med. Dissertation FU Berlin 1987
PT Dissertation
AB Eine günstige Übertragung des Betäubungsstromes war nur durch die Elektrodenpositionen Auge/Auge, Auge/Ohr und Ohr/Ohr gegeben. Mit zunehmender Ausgangsleistung der Betäubungsgeräte - beurteilt wurden Betäubungsapparaturen von 180 (9 Geräte), 250 (13), 350 (1) und 600 Volt (1) - erhöhte sich der Anteil der effektiv betäubten Schlachtschweine, gleichwohl verstärkten sich die negativen Einflüsse auf die Fleischqualität, die sich vor allem in einem Abfall der mittleren pH (ind=1)-Werte und damit in einer Erhöhung der PSE-Rate wiederspiegelten. Die Ausführungsvariationen der elektrischen Zangenbetäubung mit 180, 250 und 350 Volt waren in hohem Masse fehlerhaft. Überdurchschnittlich positive pH(ind=1)-Wert-Entwicklungen konnten nur in den Schlachtbetrieben nachgewiesen werden, in denen die Ausführung der Betäubungshandlung möglichst ohne mehrmaliges Ansetzen der Betäubungszange in schonender Weise mit Betäubungsspannungen von 180 bis 250 Volt durchgeführt wurde. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass mit Hilfe von Niedervoltanlagen eine tierschutzgerechte Betäubung nicht durchführbar ist. Bei 180 und 250 Volt-Anlagen variiert die Betäubungseffektivität mit der sachgemäß Ausführung des Betäubungsvorganges. Bei Hochvoltbetäubungsmethoden überlagern die negativen Auswirkungen auf die Fleischqualität die positiven Aspekte der auch bei fehlerhaft ausgeführten Betäubungshandlungen effektiveren Betäubungswirkung.
SP deutsch
Autorenindex - authors index
Startseite Betäubung - home page Stunning
Copyright Ingrid Schütt-Abraham