NR ZBSI

AU BAFF Kulmbach

TI Bewertung von Betäubungsverfahren beim Schwein in ihrer Wirkung auf die Fleischbeschaffenheit

QU Abschlussbericht Forschungsvorhaben

PT sonstiges

AB Es wurden 5 verschiedene Zuführungs- bzw. Fixierungssysteme bewertet: 1. ruhiges, gruppenweises Treiben über die Stallgasse in die Betäubebucht, 2. Forciertes Treiben über die Stallgasse in die Betäubungsbucht, 3. Ruhiges Treiben in eine Schweinefalle, 4. Stark forciertes Treiben in einem Einzeltreibgang und 5. Passage durch einen Transportrestrainer. Weiterhin wurden die gebräuchlichsten manuellen Elektrobetäubungsverfahren (180 V, 250 V) und ein automatisches Hochvoltverfahren (600 V) untersucht. Da bei dieser Art der Betäubung mit konstanter Spannung die für die Betäubungswirkung entscheidende Stromstärke widerstandsabhängig variiert (z.B. je nach Zangenansatz), wurde alternativ ein Geräteprototyp mit konstantem Betäubungsstromausgang (Stromstärke const.) eingesetzt. Von den geprüften Zuführungssystemen belastete die Passage durch Einzeltreibgang und Transportrestrainer die Tiere am intensivsten, es wurden die vergleichsweise höchsten Werte des "Stresshormons" Adrenalin im Blut gefunden. Als am schonendsten erwies sich dagegen das gruppenweise Treiben mittels Treibschild über eine Stallgasse. Den Anforderungen an ein schonendes und effektives Betäubungsverfahren entsprach am ehesten eine manuelle Elektrobetäubung mit 1,50 Ampere const. für eine Dauer von 10 Sekunden. Aufgrund der dabei auftretenden Spannungen von größer als 250 V zu Beginn der Betäubung ist ein solches manuelles Verfahren gegenwärtig in der BR Deutschland nicht zugelassen. Die z.Zt. maximal zulässige Betäubungsspannung von 250 V hat sich sowohl aus der Sicht des Tierschutzes als auch im Hinblick auf die resultierende Fleischbeschaffenheit als unzureichend erwiesen.

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