NR ZBJG

AU Schütt-Abraham,I.; Knauer-Kraetzl,B.; Wormuth,H.-J.

TI [Effects of some stunning conditions on the currents obtained during the electrical stunning of geese]

OT Auswirkungen einiger Betäubungsbedingungen auf die während der elektrischen Betäubung von Gänsen erzielten Stromstärken

QU Fleischwirtschaft 1992; 72: 267-272

PT journal article

AB Unmittelbar nach dem Töten wurden 13 Gänse wiederholt einer elektrischen Durchströmung bei 250 V im Wasserbadbetäuber unterzogen, um den Einfluss der Eintauchtiefe sowie der Position und des Zustandes der Ableitstelle auf die erzielte Stromstärke festzustellen. Der Kontakt mit der zweiten Elektrode (einer an der Seite des Beckens angebrachten metallenen Ableitstange) wurde vom "normalen" (Schlachtbügel/Ständer) Kontakt über den distalen und proximalen Metatarsus, die Keule und das Rückenende bis zur Rückenmitte variiert. Der elektrische Widerstand der Gänse selbst blieb während des gesamten Untersuchungszeitraumes, das heißt innerhalb 1/2 Stunde post mortem, nahezu unverändert. War nur der Schnabel eingetaucht, war die durchschnittliche Sttromstärke etwas geringer als beim Eintauchen bis zu den Augen und deutlich geringer als beim Eintauchen bis zum Flügelansatz. Dies ist jedoch vermutlich nicht allein auf die Verkleinerung der Kontaktfläche zwischen Tier und Wasser zurückzuführen, da sich gleichzeitig der Abstand zwischen Tier und der spannungsführenden Elektrode am Boden des Wasserbeckens entsprechend vergrößerte. Der Übergangswiderstand zwischen Schlachtbügel und Tier ließ sich nicht durch Anfeuchten der Paddel verbessern. Dies legt den Schluss nahe, das zwischen dem festsitzenden Schlachtbügel und den Gänsefüßen bereits ein optimaler Kontakt bestand. Die stark isolierenden Eigenschaften des Gefieders und der verhornten Haut der Ständer wurden hingegen durch das Anfeuchten des Kontaktbereichs drastisch reduziert. Die höchsten Stromstärken wurden erst mit der nackten Haut erzielt. Nach dem völligen Durchnässen der Tiere konnte an keiner der untersuchten Elektrodenpositionen ein weiterer Anstieg der Stromstärke beobachtet werden. Dieses Ergebnis entspricht nicht der Annahme, dass über einen Wasserfilm auf der Haut durchnässter Tiere ein Kurzschluss des Betäubungsstroms zustandekommt.

AD Institut für Veterinärmedizin (Robert von Ostertag-Institut) des Bundesgesundheitsamtes, Postfach 33 00 13, D-1000 Berlin 38

SP deutsch

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